#9 Halbleiter neu denken: Weniger Abhängigkeit, mehr Tempo – mit Alexander Kocher (CEO, Quintauris)
Shownotes
Petra Becker spricht in dieser Folge von „Future at its Best“ mit Alexander Kocher, CEO von Quintauris.
Quintauris ist ein Technologieunternehmen im Halbleiterbereich und hat sich zum Ziel gesetzt, einen offenen Standard zu kommerzialisieren: einen offenen Prozessorkern namens RISC V.
Alex war viele Jahre im Topmanagement und in Geschäftsführerrollen in der Automobilindustrie tätig, zuletzt als CEO bei Elektrobit. Eigentlich hatte er sich bereits in den Ruhestand zurückgezogen, doch dann erhielt er den Anruf eines guten Freundes. Was war seine Motivation, dieses Kapitel nach dem selbstgewählten Ruhestand noch einmal zu beginnen?
Diese und viele weitere Themen, darunter ein tieferer Einblick in das Geschäftsmodell, die Rolle von RISC V sowie der Einfluss der aktuellen geopolitischen Lage, teilt Alex in dieser spannenden Folge.
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Transkript anzeigen
00:00:01: Heute bei mir zu Gast, Alex Kocher von Kintauris.
00:00:05: Alex ist, wie er von sich selber sagt, ein echter Silberrücken.
00:00:09: Er war in mehreren Top-Management- und Geschäftsführer-Positionen im Automotive tätig, zuletzt als CEO bei der Elektrobit.
00:00:16: Und eigentlich war Alex schon längst in Pension, doch dann bekam er von einem guten Freund einen Anruf.
00:00:22: Die Aufgabe und die Zielsetzung, Kintauris zu gründen, entsprach ganz seiner Passion.
00:00:27: Er sollte die nächste Generation der Hardware-Entwicklung mit bahnbrechenden Innovationen und Skalierbarkeit im RISC-V Ökosystem für die Heilplatteindustrie voranbringen, um somit die Entwicklung dieser Industrie zu beschleunigen, unabhängiger und widerstandsfähiger in der heutigen Großpolitischen Lage zu gestalten.
00:00:48: Also, wenn euch das Thema interessiert, hört gerne rein, wie schnell alles abblieft, wie großkentaurig es heute schon
00:00:54: ist und
00:00:55: Bis ist dabei von den etabliertesten Unternehmen der Halbleiterindustrie dem WHO unterstützt zu werden.
00:01:04: Heute bei mir im Podcast Future Edits Best, Alex Kocher, der Gründer von Kind Horus ist heute bei mir.
00:01:11: Ich freue mich riesig.
00:01:12: Wir sind jahrzehntelange Weggefährten, kann man sagen, Alex.
00:01:15: Schön, dass du dir die Zeit genommen hast, um heute hier bei uns zu sein.
00:01:18: Danke für die Einladung, Petra.
00:01:20: Wir kennen uns schon eine ganz schöne Weile und haben ja auch einiges gemeinsam gemacht früher.
00:01:25: Wir
00:01:26: kennen uns länger als wir all sind.
00:01:29: Genau, so muss man es sagen.
00:01:32: Gilt vor allen Dingen für dich.
00:01:36: Magst du vielleicht mal kurz was zu dir sagen und Kind Horis vorstellen?
00:01:39: Ja, Alex Koch an meinem Namen.
00:01:41: Ich bin wie immer vielleicht am Dialekt hört Österreicher, aber schon vierzig Jahre fast in München.
00:01:47: Kind Horis, das ist jetzt die Aufgabe, die ich seit knapp zwei Jahren habe.
00:01:51: Nachdem man mich reaktiviert hat, aus dem Ruhestand ist ein Technologieunternehmern im Halbleiterbereich und hat zur Aufgabe, dass wir einen offenen Standard, einen offenen Prozesserkern namens Risk Five, dass wir den kommerzialisierbar machen.
00:02:07: Risk Five kann man sich vorstellen, das ist sowas wie Linux in der Hardware, Open Source Linux und offener Standard in der Hardware sehr genau spezifiziert.
00:02:17: kann man verwenden, ohne Lizenz zu zahlen, wurde in Berkeley entwickelt, und freigegeben, und kann von jedermann verwendet werden, wird natürlich hauptsächlich in Akademia eingesetzt, und als Hardware-Beschleuniger, auch schon in Milliardenfach-in-Standard-Prozesseprodukten, aber noch nicht als Hauptprozessor, und ist vergleichbar von der Technologie mit ARM.
00:02:41: ARM kennt dann jeder, die Firma, die praktisch im Bett ist.
00:02:45: weil in jedem Prozesserkern drinnen ist.
00:02:48: Von der Technologie her ist Risk-Five vergleichbar, aber eben offener Standard und hat kleine technische Vorteile, dass sie z.B.
00:02:57: viel besser für Applikationen anpassbar ist, kein propertäre Technologie, sondern offener Standard ohne Lizenzgebühren deshalb zu verwenden ist.
00:03:08: Und er hat von der Architektur her Da ist es wirklich vom Echtzeitprozessor bis hoch zum Datencenter Prozessor eine Technologie mit einer Architektur.
00:03:19: Da gibt es keinen Architekturbruch dazwischen.
00:03:21: Das heißt, hätte auch Vorteile diesbezüglich.
00:03:23: Der Nachteil, muss ich auch gleich dazu sagen, offener Standard hat immer die Nachte, du kannst damit machen, was du willst.
00:03:30: Dementsprechend sind natürlich auch die Applikationen und die Anwendungen, die Implementierungen vielfältigst.
00:03:37: Und das ist speziell in der... in der Embedded-Industrie, wo man Prozesserkirne für kleinere Anwendungen hier und da einbindet, ob das jetzt die Waschmaschine ist, ob das jetzt im Auto auch die Bremse ist, oder ob das der Fernseher ist, der die Steuerung macht.
00:03:54: Fernseher hat sogar schon größere Stückzahlen, aber die Stückzahlen sind dann nicht so groß, dass man halt wirklich das Embedded macht.
00:04:01: Und da ist weniger der Prozesserkirn das Entscheidende, als viel mehr die Anpassung in das Software-Ekosystem.
00:04:08: Und das ist ein bisschen das Problem.
00:04:11: Je vielfältiger die Anwendungen, desto weniger standardisiert, die Schnittstelle zur Software.
00:04:15: Und das ist natürlich dann ein Problem für die Kommerzialisierung dieser Produkte.
00:04:19: Ja stark, Alex.
00:04:20: Du und sag mal, dann seid ihr ja jetzt neuer Wettbewerber zu einem etablierten Anbieter.
00:04:26: Ich würde jetzt einmal sagen, das wäre schön.
00:04:30: Wir sind ein Start-up, das jetzt zwei Jahre alt ist.
00:04:33: Wir sind gegründet von sechs prominenten Firmen.
00:04:38: Ich versuche es einfach im alphabetischen Reihenfolge zu nennen.
00:04:41: Das ist Bosch, Robert Bosch, GmbH.
00:04:44: Das ist Infineon Technologies.
00:04:46: Das ist NXB, Nordic Semiconductors.
00:04:50: Das ist ST Micro Electronics.
00:04:52: Und das ist Qualcomm.
00:04:53: Das heißt, das sind auf jeden Fall die großen europäischen Halbleiterhersteller plus Qualcomm und dann noch ein Mixkonzern wie der Bosch Konzern, der natürlich auch Halbleiter macht.
00:05:04: Die haben ja ein bestimmtes Interesse, diese Shareholder, dass die das machen.
00:05:07: Ja, das Interesse ist eben, dass man sich weniger abhängig macht von einem Monopol.
00:05:12: Denn man muss schon sagen, Arm ist ein Monopol.
00:05:15: So gut und so großen Respekt man vor der Leistung.
00:05:19: ... die Arme über die letzten ... ... thirty-fünfunddreißig, vierzig Jahre ... ... erbracht hat.
00:05:24: Ist das
00:05:24: nicht eine Präte?
00:05:25: Ist das nicht ein britisches Unternehmen?
00:05:26: Ursprünglich britisch, aber ... ... der IPO war jetzt in den USA ... ... von ARM ... ... gesponsert von ... ... von SoftBank natürlich ... ... ganz stark ... ... tolles Unternehmen, ganz klar ... ... haben tolle Innovationen gemacht ... ... über die letzten thirty Jahre ... ... und auch wirklich ... ... dem Embedded Markt ... ... wirklich weitergeholfen ... ... vor allem auch dem mobilen Markt.
00:05:44: Das heißt, du findest, ... ... dass in jedem Produkt ... ... drinnen diesen Prozesserkern ... ... ARM.
00:05:47: Wow!
00:05:48: Dann kann man euch aber künftig auch in jedem.
00:05:51: Ja, es gibt auch schon sehr viele Implementierungen von Risk Five.
00:05:55: Wie gesagt, noch nicht das Hauptprozess als Beschleuniger.
00:06:00: Snapdragon von Qualcomm, einer unserer Shareholder hat das schon drin.
00:06:03: Eigentlich jeder unserer Shareholder verwendet diese Technologie schon, aber eben nicht als Hauptprozessor, immer nur als Beschleuniger.
00:06:10: Für kleinere Arbeiten im System.
00:06:12: Das kann sich aber nur ändern.
00:06:13: Das
00:06:14: soll sich ändern.
00:06:15: Ach ja, okay, super.
00:06:17: Das heißt, das wäre jetzt auch die Frage, wie kam man auf die Idee, was war die Motivation, das zu machen?
00:06:22: Ja, das ist ganz interessant.
00:06:23: Mich hat ja ein gemeinsamer Freund aus dem schon selbst gewählten Vorrollstand zurückgeholt.
00:06:29: Nur mehr Skifahren, Reiten, Golf spielen.
00:06:31: Aber da hat er meinen Strich durch die Rechnung gemacht, aber eben mit einer sehr interessanten Aufgabe.
00:06:37: Und die Aufgabe ist so entstanden, dass Ende of the Year, zum Beispiel der Jensen Hang, der CEO von NVIDIA, die dich hatte, arm zu akquirieren.
00:06:48: Das war das erste Thema, das natürlich die gesamte Halbleit der Industrie aufgeschreckt hat.
00:06:54: Da war Feuer am Dach, weil eben jeder seinen protroletären Kern schon abgekündigt hat und abhängig ist davon, ganz genau.
00:07:02: Und das zweite war natürlich dann Covid, das ist dann gleich draufgekommen.
00:07:07: Der zweite Schreck.
00:07:08: Der zweite Schreck, dass man eigentlich mit so einer Technologie, die man offen verwenden kann, auch Resilienz erzeugen kann, gegenüber Lieferkettenproblemen, die man ja hatte im Lockdown.
00:07:21: Ja, das waren eigentlich so die Begründungen.
00:07:23: Und natürlich die wirtschaftlichen Begründungen, wenn du von einem Monopol abhängst, dann kann dieses Monopol mit dir machen, was es will.
00:07:30: Und man sieht ja jetzt auch in der Strategie von Arm, dass da schon der eine oder andere Halbleiterhersteller nachdenken muss, warum dann gerade der Zulieferant dann eigentlich im Konkurrenz geht zu ihm selber.
00:07:43: Und das ist natürlich, das ist, glaube ich, so der Ausschlag, dass man das gemacht hat.
00:07:50: Du kennst das ja auch aus unserer gemeinsamen Vergangenheit.
00:07:53: Automobilindustrie, da ist ein Monopol allein, eine Technologie allein, ist nicht gewünscht.
00:07:59: Man braucht immer ein Backup und eine Alternative ist ja auch gut für den Wettbewerb.
00:08:03: Also ich sag's jetzt einfach mal so.
00:08:05: So toll die Leistungen sind die haben natürlich gemacht hat es.
00:08:08: jeder sucht natürlich irgendwann einmal schon nach einer Alternative.
00:08:12: Ja klar und da bietet ihr was angesponsert durch eure Investoren.
00:08:15: oder wie ist euer Geschäftsmodell.
00:08:17: Ja
00:08:17: also zuerst einmal ist unsere Aufgabe unsere Mission dass wir diesen offenen Standard überhaupt kommerzialisierbar machen.
00:08:26: Der Hintergrund ist jeder kann den verwenden wie er ihn will und damit haben wir ein Problem für größeren Einsatz in der embedded Welt.
00:08:34: eben aufgrund der fehlenden Standardisierung Richtung Software-Schnittstelle.
00:08:38: Das ist die erste Aufgabe, dass wir mit einem Partner das Partner-Ekosystem in diesem Umfeld, Risk Five, sowohl auf der Softwareseite und vor allem auf der Softwareseite, aber auch auf der Generierung der IP, enablen.
00:08:52: Durch quasi Standards basierend auf dem Risk Five-Standard.
00:08:56: Der Risk Five wird von einer offenen Organisation, dem Risk Five International gepflegt, definiert.
00:09:03: Und auch weiter ausgebaut.
00:09:06: Und du kannst dir das so vorstellen, das ist wirklich das Herz eines Prozessers.
00:09:10: Zweiundvierzig Standardbefehle wie Multiplikation, Addition, Shift Left, Shift Links, wo du Software-Code in elektrische Signale umwandeln.
00:09:20: Das ist der Prozesserkern.
00:09:21: Das hast du in jedem Prozessor drinnen.
00:09:23: Und neben diesen zweiundvierzig Standardbefehlen gibt es noch einen ganzen Sack voll, so zweitausend Fünfhundert Erweiterungen, die auch sehr gut spezifiziert sind.
00:09:32: und eine Erweiterung zum Beispiel ist eine Vektor-Operation, die du brauchst für Datensenterprozessoren oder für künstliche Intelligenz, die für Rechner die künstliche Intelligenz rechnen.
00:09:43: Das kannst du konfigurierbar zusammenstellen, wie du das eben möchtest.
00:09:47: Ist schön für Forschung.
00:09:51: Aber
00:09:51: für nachhaltige, für Industrialisierung schwierig, weil du hast ja teilweise Produktlebenszyklen vom Auto, von... Das ist die Fertigung, aber dann musst du ja noch bis Ende of Life.
00:10:04: Bis
00:10:06: Ende of Life muss das ja noch pflegen.
00:10:08: Und das heißt, du kommst dann sofort zur Produktlebenszyklen von fünfzehn, zwanzig Jahren hin.
00:10:12: Und da musst du diese Technologie natürlich auch pflegen.
00:10:16: Und das ist für Akademie ja uninteressant.
00:10:19: Die wollen ja jeden Tag was Neues haben.
00:10:21: Was gut ist für Innovation, also tolle Plattform, aber eben für Kommunizialisierung mit Haken und Ösen.
00:10:26: Und da muss man, und da sollen wir eben entsprechend moderieren und das Enamel Land machen im ersten Moment.
00:10:32: Und dann natürlich auch an der Software-Schnittstelle-Services an, zur Integration Services anbieten.
00:10:37: Das ist unser Business-Modell im ersten Schritt.
00:10:39: Okay.
00:10:40: Und darf man sich das dann vorstellen, dass ihr hauptsächlich gefallene Zeit durch einen Anteilseigner oder rechnet ihr dann auch auf Saas-Modellen an eure Kunden, die wahrscheinlich hauptsächlich eure Anteilseigner sind, ab?
00:10:51: Wie läuft das?
00:10:52: Also du hast schon das Wesentliche getroffen, wir sind gefallene, aber wir sind nicht als Non-profit-Organisation gegründet, sondern als profitable Organisation.
00:11:01: Das heißt, Jetzt natürlich gibt es entsprechende Seedfunding, dass wir starten können und auch erweitern können, sind auch in hoffentlich jetzt dann ab dem kommenden Jahr in Designe oder andere öffentliche Projekte mit eingeschlossen, weil das ist dann auch ja ein politisches Thema, auch die Europäische Union interessiert ist, so wie das China ist, ein Risk Five, dass wir hier auch Resilienz generieren durch diverse Standardisierungen in diversen Märkten.
00:11:28: Und wir sollen uns schon selber tragen können und werden das erstes dann machen mit Zertifizierungen, Benchmarking, Services und Integration Services und auch Lösungen für Low Level Software Enablement.
00:11:42: Und darf man sich das dann so vorstellen, dass ihr das in einer Cloud zur Verfügung stellt?
00:11:47: Ja, ich meine das erste, so ein Chip zu produzieren, zu entwickeln, zu designen und zu produzieren, das dauert ja immer ein paar Jahre und klarerweise wirst du das zuerst einmal simulieren und dementsprechend auch auf FPGA Lösungen anbieten, aber in der Cloud klarerweise.
00:12:05: Um dann eben dem Entwickler, dem Produktentwickler dann die Möglichkeit zu geben, dass er schon seinen Softwarecode klarerweise entwickelt, weil auf den kommt er meistens an.
00:12:12: Ja,
00:12:14: interessant.
00:12:15: Wow.
00:12:15: Und sag mal, ist es dann nicht ein sehr politisches Umfeld aktuell?
00:12:19: Ich meine, jetzt haben wir noch die Next-Period-Thematik, wo plötzlich so ein vierzig oder siebzig Jahre altes Gesetz hinkraftet in Holland.
00:12:26: Spürt ihr das dann auch?
00:12:28: Im Moment noch nicht, das sind wir noch, ich sage jetzt noch einen Schritt davor.
00:12:33: Segel
00:12:34: unterm Radar, ne?
00:12:34: Wir
00:12:34: segeln noch unterm Radar, wobei wir hatten gerade aktuell jetzt eine Kinderreise gemacht, um dort auch das Marktumfeld kennen zu lernen und auch zu schauen, wie wir dort reinpassen.
00:12:45: Ja, ich sage jetzt einfach einmal so, da können wir uns einiges abschauen.
00:12:51: Es ist so, die Technologie, also... diese Events, diese Koskumpolitischen Events mit Lockdown, mit diesen Kriegen, die wir haben.
00:13:05: Das rüttelt ja schon, und jetzt auch mit den politisch unterschiedlichen Systemen.
00:13:09: Die
00:13:09: unterschiedlichen Interessen.
00:13:10: Taiwan, China, Europa, Zölle, dieser Protektionismus, der hochkommt.
00:13:17: Der rüttelt schon einiges darum an der Stelle.
00:13:20: Und da ist natürlich so eine offene Technologie.
00:13:23: schon interessant, um auch das als Basis zu nehmen, für sich selber, auch in der Region Europa, wieder das, was wir schon lange weggegeben haben, Chip Design vor allem, auch vor allem im Logik Design, im größeren Logik Design, dass wir das wieder ausbauen.
00:13:40: Also da, wo die
00:13:42: Intelligenz eigentlich ist, oder?
00:13:43: Ja, in, also du kannst ein großes Datennetzwerk machen, aber es gibt ja auch sehr viele Lösungen mit HAI, also mobile Lösungen.
00:13:51: Im Auto und so weiter, wo du jetzt nicht den großen Nvidia-Prozessor brauchst.
00:13:55: Aber trotzdem dieses Know-how ist größtenteils schon aus Europa abgewandert.
00:14:00: Das ist das, das Logikdesign wird in USA gemacht.
00:14:06: Und gefertigt wird es zu ninety-fünf Prozent in Asien.
00:14:11: Ob das jetzt Taiwan ist oder Südkorea, das ist und jetzt auch verstärkt in China.
00:14:15: Und China wird ja politisch abgeschnitten von diversen Technologien.
00:14:19: und die bauen, die nutzen natürlich so einen offenen Standard super aus und mit voller Macht gehen die rein und agieren.
00:14:28: und wir sehen das, erkennen das, aber wir diskutieren leider noch ein bisschen zu lang.
00:14:35: Wir reagieren
00:14:35: noch nicht, ne?
00:14:36: Nein, und wenn, dann tun wir höchstens reagieren, aber nicht agieren.
00:14:40: Das ist ja auch ein Problem aus meiner Sicht und das ist ein bisschen schade, weil sehr viel System noch hau da ist, sehr viel anwendungsspezifisches noch hau und eben diese Technologie schon auch prädestiniert wäre, das einzusetzen auf der was aufzubauen.
00:14:54: Das braucht man unbedingt, weil du kannst da heutzutage kein Produkt mehr vorstellen ohne Logik drinnen.
00:15:02: Alex, du bist ja auch das extrem viel gesehen.
00:15:04: Du hast ja auch was schon in mehreren Geschäftsführer-Positionen, Vorstandspositionen und hast viel mit Leuten zusammengearbeitet.
00:15:11: Woran liegt es, dass wir Momentsan zuzuschauen sind?
00:15:14: Es trifft ja nicht nur für das Beispiel, dass du gerade angesprochen hast, sondern das gilt ja ein bisschen für mehr.
00:15:19: Hat man das Gefühl, schauen wir es so zu, ist das das, was wir selber reflektieren, ist es wirklich so?
00:15:24: Ja, es ist also eine klare Antwort darauf zu geben, fällt wirklich schwer.
00:15:30: weil ich eher ungeduldiger Mensch bin und dann anfangen zu agieren.
00:15:34: Klarerweise, also ich verstehe viele Dinge nicht.
00:15:37: Wenn man jetzt so auf große Konzerne schaut, warum, wo dort die Probleme sind, also speziell, das schauen wir einfach einmal in die Automobilindustrie, klar, da sind Werte da, die jahrzehntelang schrittweise verbessert wurden und wo der Erfolg, der Verbesserung
00:15:54: recht
00:15:55: gegeben hat.
00:15:56: Jetzt gibt es natürlich schon mit künstlicher Intelligenz, mit diversen anderen Technologien, grundsätzlich auch schon mit dem Internet, mit dem mobilen Technologien, Disruptionen, an die du dich anpassen musst und wo natürlich schon gewisse Risikopereitschaft notwendig ist, um dort reinzuspringen.
00:16:16: Und da mangelt es uns manchmal ein bisschen, wohlwissend, wenn man mit vielen Leuten und Kollegen spricht, die sagen, Ja, so wie es jetzt, wie wir es immer gemacht haben, geht's nicht mehr.
00:16:28: Und ein geht's zu langsam irgendwie, ne?
00:16:30: Aber man bleibt halt dann doch bequem sitzen, weil es offensichtlich der Druck noch nicht hoch genug ist, dass man sich doch bewegt, ne?
00:16:37: Und ich sag das jetzt einfach mal mal so, wenn du... Wenn du einmal bequem wirst, und das ist halt bequem.
00:16:45: Komfortzone.
00:16:46: Genau, am Pferd zu sitzen, als selber zu laufen.
00:16:51: Das ist immer bequemer.
00:16:54: Sich noch
00:16:54: anzulassen.
00:16:56: Und ich weiß nicht, ob der Vergleich vielleicht passt, das ist das eine.
00:17:00: Und wie gesagt, der Druck jetzt zum Beispiel, wenn man jetzt China nimmt, als Beispiel, die laufen ja wirklich Gefahr von Technologie abgeschnitten zu werden.
00:17:09: Und die müssen... einfach agieren.
00:17:11: Das
00:17:11: ist ja auch immer die Gefahr in Richtung Taiwan, dass sie dann irgendwann mal politisch aus dem Thema heraus agieren können.
00:17:16: Ja, aber schon allein, dass die von Arm und von anderen Technologien abgeschnitten werden durch diverse politische Aktionen von, sei es jetzt USA oder anderen Regionen, zwingen die zur Handlung.
00:17:28: und dann ist natürlich auch die Kultur so, die gehen dann mit Vollsteam rein.
00:17:32: und auch wenn sie Fehler machen, das kommt ja auch noch dazu.
00:17:36: Dann verbessern die das einfach analysieren und gehen sofort rein, nutzen die größten Technologien, die besten, die neuesten Technologien, um schnell zu sein.
00:17:47: Und in dem ganzen Thema, vielleicht nochmal zurück auf deine Anteilseigner, auf die Shareholder von dir, die haben ja auch alle unterschiedliche Interessen.
00:17:56: Wie bringst du die denn alle zusammen?
00:17:59: Ja, ich weiß jetzt.
00:18:00: Gut, ich meine, das eine ist natürlich der Druck des Faktischen.
00:18:05: Klarerweise, den kann ja keiner ignorieren.
00:18:07: Es gibt auch den einen oder anderen, die sich schon ganz klar da bekannt haben dazu und ihre proprietäre Technologie einfach abkündigen, bis jetzt ein Infinion, der gibt Vollsteam auf diese Risk-Five-Technologie, hat er ja auch schon öffentlich ernaunst.
00:18:23: Andere sind da noch ein bisschen zurückhaltender.
00:18:25: Wobei ich aber sagen muss, dass jeder von den Share Holdern die Technologie einsetzt und die bewertet.
00:18:31: In unterschiedlicher
00:18:32: Beschleunigung.
00:18:33: Genau.
00:18:34: In unterschiedlichen Applikationen natürlich auch.
00:18:37: Und dann kommt es, es ist das menschliche Problem, dass man halt klarerweise vielleicht haben sie deswegen auch seinen alten Silver Rücken geholt hat.
00:18:45: Einfach einmal auf den Tisch haut und sagt, jetzt ist er mal ruhig.
00:18:48: Und jetzt machen wir das, jetzt gehen wir in diese Richtung.
00:18:52: Nein, ich sage jetzt einfach einmal so, es ist ein argumentativ basiertes Thema und eine Notwendigkeit, sage ich ganz einfach, für die Industrie eine Alternative aufzubauen und zu entebeln.
00:19:02: Sehr
00:19:03: stark.
00:19:03: Und was war deine Motivation, Alex?
00:19:06: Ich meine, du könntest jetzt, wir haben gerade über die Jahreskarte im Skigibit XY gesprochen.
00:19:11: Im steirischen Skigibit.
00:19:13: Im schönen Skia Mathias Ladmenck.
00:19:18: Wo ich jedes Jahr im Januar dort bin, nach Kitzbüll, das Nitress anzusehen.
00:19:24: Also meine Motivation ist eigentlich gut.
00:19:27: Ich habe sehr erfüllende erste Karriere hinter mir.
00:19:31: Ich habe da sehr viel Spaß gehabt.
00:19:33: Auch Erfolg, muss ich sagen.
00:19:35: Schöne Zeit.
00:19:37: Und habe dann nach einer gewissen Zeit das Vorruhestanz, das Genießen, eben den Anruf unseres gemeinsamen geschätzten Freundes.
00:19:46: Auch Genossen an der Stelle, weil das wirklich ein Thema ist, das hat einfach Sinn, das macht Sinn.
00:19:51: Also eine Alternative aufzubauen zu einem Monopol macht absolut Sinn.
00:19:56: Das ist der eine Grund.
00:19:57: Der zweite Grund ist, du weißt ja, ich habe leider keine, meine Frau und ich, wir haben keine eigenen Kinder.
00:20:03: Es macht riesig Spaß mit jungen Leuten zu arbeiten.
00:20:06: Ja.
00:20:06: Also das treibt mich auch an, weil du da einfach ja wieder nachdenken musst.
00:20:11: Du kommst aus deinem... Aus deiner Komfortzone
00:20:13: raus.
00:20:13: Aus deiner Komfortzone raus.
00:20:14: Du musst da Antworten geben und musst auch vielleicht einmal sagen, okay, machen wir es vielleicht genauso.
00:20:20: Und nicht so, wie du das dir immer eingebildet hast.
00:20:23: Und solange du noch ein Mehrwert beitragen kannst und die jungen Leute auch ein bisschen anleiten kannst, ist das ein super tolles Ergebnis.
00:20:30: Und ich glaube, der dritte Punkt, der mich auch gereizt hat, ich bin ja in meiner früheren Karriere immer in existierende Organisationen reingekommen.
00:20:39: Das ist natürlich bequem, wenn du ein, zwei Assistenten rundherum hast als Geschäftsführer.
00:20:44: Hier durfte ich was Neues aufbauen, als erster Mitarbeiter, alleine von Null auf.
00:20:49: und jetzt sind wir innerhalb von etwas, noch nicht ganz, ja ein Dreivierteljahr kann man sagen, zwanzig Mitarbeiter und zwei Standorten in München und in Granada, in Spanien, in Andalusien.
00:21:00: Und ja, das macht riesig Spaß.
00:21:02: Die
00:21:02: kommt dazu, dass ihr in Andalusien sitzt, weil da Pferde sind oder... Ich meine, ich muss jetzt dazu sagen, dass du ein großer Pferde oder ein Reitfan bist.
00:21:09: Ja, speziell eine iberische Pferde, ja.
00:21:11: Aber nein, das hat mit Pferden überhaupt nichts zu tun.
00:21:14: Die Leute, die da unten, die ich da unten anquiriert haben, also in Andalusia, hardcore in Andalusia, die haben mit Pferden überhaupt nichts zu tun, was ich überhaupt nicht verstehe.
00:21:23: Aber unauffällig davon, das war einfach mein persönliches Netzwerk.
00:21:28: Leute, die... vom Skillset her gepasst haben, Halbleiterfahrung.
00:21:32: Ja,
00:21:32: muss ja schon sehr spezifisch wahrscheinlich
00:21:34: sein.
00:21:34: Und die ich auch kannte, denn ich vertraue.
00:21:37: Und dann hat das gepasst.
00:21:38: Und dann ist es natürlich auch Spanien, muss man dazusagen, ist auch im Bezug auf risk-five einer der Hotspots in Europa.
00:21:44: Ah, okay.
00:21:44: Und dementsprechend ist da natürlich auch ein entsprechendes Umfeld, wo wir auch versorgen.
00:21:49: Wo du Kompetenz
00:21:49: zuvor findest.
00:21:50: Ja, genau.
00:21:51: Die Universität in Granada spielt auch eine Rolle.
00:21:53: Ich fokussiere sich ein bisschen auf AI und Mittag.
00:21:57: Hochschule hier, mit dem Tum, sind wir da auch dabei, dass wir Verbindungen schaffen, damit wir entsprechende Projekte machen.
00:22:04: Es ist ein interessantes Umfeld, passt eigentlich ganz gut.
00:22:07: Super.
00:22:08: Und die Pferde, das hat mich selber ein bisschen enttäuscht, habe die schon vorgeworfen.
00:22:12: Aber dafür haben sie mich in Spanien zum Skifahren auf die Serien Nevada mitgenommen.
00:22:16: Das ist ja auch mal was ganz was Neues.
00:22:19: Ich denke mal nicht, dass wir noch... Ja,
00:22:23: Wahnsinn.
00:22:24: Hast du vielleicht aus dir... Aus der Phase heraus, Alex, hast du da Tipps für andere Gründer, jetzt, wo du sagst, du hast von einem auf zwanzig Mitarbeiterskaliert, drei Standorte.
00:22:34: Es gibt ja viele junge Menschen, die davon träumen, ein Start-up zu gründen.
00:22:37: Jetzt bringst du wahnsinnig viel Erfahrung mit.
00:22:40: Ja, also ich sage jetzt einmal, wir sind schon ein sehr, sehr spezielles Start-up, weil wir nicht von den Mitarbeitern gegründet wurden, sondern von den Shareholdern selber und ich dann im Prinzip der angestellte Geschäftsführer bin.
00:22:51: Insofern sind das jetzt die Tipps, die mir relativ haben, aber ich glaube, das Wichtigste ist, man muss von einer Sache begeistert sein, wenn man was macht.
00:23:01: Das heißt, das muss schon für einen Sinn machen, dass man da reinspringt.
00:23:06: Und dann werden auch Energien frei, und dann kann man auch Leute begeistern.
00:23:11: Also ich glaube, das ist das Wichtigste, das man da hat.
00:23:14: Klarerweise muss man dann das Handwerkszeug bringen, wenn man Geld sucht.
00:23:18: Bei uns war zuerst ein Seedfunding da und dann, wenn sich so im Scherholderkreis der Term kommt, nicht von mir, sondern von einer Scherholder, wenn so sechs Elefanten da sitzen, dann ist natürlich auch die Strategie und die Mission, die zur Gründung der Firma da ist, mehr oder weniger genau definiert.
00:23:37: Das heißt, man beginnt zuerst einmal diese Mission und die Strategie zu definieren.
00:23:43: Und da ist es extrem wichtig, und ich kann jetzt, ich muss da einen Sprung machen, weil eben das Geld schon da ist, also wie man jetzt da zu Geld kommt, das ist eine andere Geschichte.
00:23:51: Ihr müsst
00:23:51: es nicht am Kapitalmarkner, ihr habt eure Anteilseignungen.
00:23:55: Genau, aber dann ist es extrem wichtig, transparent die ganzen Prozesse aufzustellen und zu führen, wie man jetzt die Strategie entwickelt, was man tut.
00:24:04: Das kann ich auch aus meiner Vergangenheit, aus meiner ersten Karriere auch sagen, das ist das Entscheidendste, dass du das Vertrauen deiner Shareholder gewinnst in dem, was du tust und auch immer wieder begründest, warum du was tust.
00:24:15: Das ist, glaube ich, das Entscheidende, Transparenz herbeizuführen und natürlich dann dort, wo Abstimmung notwendig ist, lästig zu sein, dass man zu dieser Abstimmung kommt und zu dieser Entscheidung kommt.
00:24:27: Das sind die Prinzipien, die immer gelten und die immer zum Erfolg führen.
00:24:32: Unabhängig davon, dass man natürlich, wenn man was Neues macht, nie sicher sein kann, ist das das Richtige.
00:24:36: Und auch hier ist es schon interessant, weil der Markt ja in dem Sinn noch nicht existiert.
00:24:42: Also den Markt zu generieren ist eine Herausforderung, weil die großen Konzerne in ihrem bisherigen Markt sehr gute Prozesse haben.
00:24:52: Ja klar.
00:24:52: Aber die sind nicht notwendigerweise die Prozesse, die man braucht, um den neuen Markt zu bedienen.
00:24:58: Und das ist auf jeden Fall das Spannende.
00:25:01: Sag jetzt einfach einmal, da gibt es keinen Tipp, den man macht, sondern einfach nur, wenn du dran glaubst, mach es einfach.
00:25:06: Und setz dich da durch, dass du auch die, wie soll ich sagen, die Energie so einsetzt, wo du glaubst, das ist jetzt das Richtige.
00:25:14: Und lasst dich da auch nicht beirren, durchaus anleiten und hör zu, wenn du gewarnt wirst.
00:25:19: Aber stehe zu dem, wo du glaubst, das ist das Richtige.
00:25:22: Das ist der Tipp, der nicht geben würde.
00:25:26: Ich meine, es ist interessant, was ich jetzt durch die zwei Jahre gelernt habe.
00:25:31: Würdest du rückblickend was anders machen?
00:25:32: Nein.
00:25:33: Also meinst du jetzt von dem Startup?
00:25:35: Ja, ja.
00:25:36: Also auch nicht so
00:25:37: wahrscheinlich.
00:25:37: Also vom Startup.
00:25:38: Ja, ich meine, du kannst immer Kleinigkeiten ändern, rückblickend, bis immer immer gescheiter als wenn du das vorne machst.
00:25:46: Aber grundsätzlich, glaube ich, haben wir sehr vieles ganz vernünftig gemacht, sag ich einmal.
00:25:52: Das Feedback ist entsprechend gut an der Stelle.
00:25:56: Aber was interessant ist zu beobachten ist, und das ist ein Vergleich, der ja in mehreren Büchern über Start-ups und Innovationen geschrieben werde, bei großen Konzernen, die halt etabliert sehr erfolgreich sind in ihren Märkten, hat man manchmal das Gefühl, das Prozesse dazu da sind Fehler zu vermeiden und das schwächste Glied mit einzubinden, dass es ja kein Fehler macht.
00:26:19: Provoziere ich manchmal meine Shareholder.
00:26:22: Und beim Start-up ist es genau das Drum.
00:26:24: Da giert man auch nach Prozessen, aber da werden Prozesse verwendet, um sich zu verbessern.
00:26:30: Fehler sind erlaubt.
00:26:31: Und das ist ein entscheidender Unterschied.
00:26:33: Man ist dann viel schneller, also wieder China, Europa.
00:26:37: Ja, das sind auch Öffner.
00:26:38: Also muss
00:26:39: man was sagen.
00:26:40: Dass man einfach Prozess will, weil man einfach effizienter ist.
00:26:44: Aber es sind Fehler erlaubt.
00:26:45: Und man macht dann Fehler klarerweise, weil das ist ja noch ein neuer Markt, den man entwickeln will.
00:26:50: Aber du verbessest dich sofort, du analysierst es und änderst es und adaptierst dich auch sofort.
00:26:55: Im kleinen Team ist es ja auch viel einfacher als in einer großen Organisation, ganz klar.
00:26:59: Da sind die Prozesse noch keine Leitplanken.
00:27:01: Da sind die keine Leitplanken und eben nicht die, die das schwächste Glied mit einbinden, sondern da geht es darum, dass man sich noch viel, dass man sich in dem Freiram schafft, dass man wirklich kreativ bleibt und wächst.
00:27:15: Ja
00:27:16: stark, super.
00:27:18: Alex, letzte Frage.
00:27:19: Wie stellst du dir jetzt auch mit der Perspektive, du siehst zu viele Sätze auch in einem sehr spannenden Umfeld?
00:27:25: Geopolitisch ist das ja ein wahnsinnig präsentes Thema.
00:27:29: Wie denkst du, sieht sie in den nächsten fünf bis zehn Jahren bei uns aus?
00:27:35: Ja, also ich glaube, dass wir schon ein bisschen mehr bereit sein müssen, über unseren Schatten zu springen, ein bisschen laktiver zu werden.
00:27:45: Die Zeiten des unangesträngten Erfolges nur nach oben zu gehen.
00:27:52: Die sind, glaube ich, vorbei.
00:27:53: Wir müssen akzeptieren, dass sich andere Spieler deutlich etablieren.
00:27:59: Wir müssen, meiner Meinung nach, Technologien dürfen wir nicht in erster Moment einmal nur das Schreckensgespenst sehen, künstliche Intelligenz, nur als Schlagwort.
00:28:09: Wir müssen damit lernen, umzugehen und das anzuwenden.
00:28:12: Dann kannst du es auch richtig einsetzen.
00:28:15: Man kann es als Werkzeug bezeichnen, ist vielleicht limitiert ein bisschen und man muss es mit Sicherheit sehr kritisch betrachten.
00:28:23: Aber das generiert unheimliche Effizienz, wenn du damit lernst, umzugehen.
00:28:28: Und damit schaffst du dir selber Freiraum und auch Freiraum für andere Tätigkeiten und auch Geschwindigkeit.
00:28:36: Und das Dritte ist, glaube ich, dass wir ganz klar in einem Hochland Land leben.
00:28:42: Wir brauchen solche Werkzeuge.
00:28:45: Man vergleicht das immer früher, hat man diese lästigen Arbeiten in niedrigeren Länder abgeschoben.
00:28:53: Warum wäre ich mich so gegen diese künstliche Intelligenz, die macht das jetzt als Maschine, dass sie mir diese Arbeiten abnimmt?
00:28:59: Und ich muss immer kritisch mit dem Werkzeug umgehen, denn du kannst jede Technologie so einsetzen.
00:29:07: Aber man kann es in großen Maßnahmen positiv nutzen, um Effizienz zu generieren, um es Freiräume sich zu schaffen, um schneller zu werden.
00:29:16: Und das braucht man unbedingt.
00:29:18: Denn der Speed, der in anderen Regionen speziell jetzt in China, jetzt in meiner Industrie passiert, der ist immens.
00:29:26: Man sieht es auch im Automobil.
00:29:28: Und ich war jetzt selber nach dem Corona, ich war das letzte Mal in meiner früheren Job knapp, also ein Monat vor Corona-Shutdown in China das letzte Mal.
00:29:37: Und wenn ich jetzt meine Kollegen, die ich jetzt wieder, meine früheren Kollegen, die ich treffe und Geschäftsfreunde, die regelmäßig drüben sind oder jetzt meine Kollegen, die letzte Woche drüben waren, das Bild hat sich da komplett geändert.
00:29:48: Jetzt rein von nur der Straßenbild von den Autos, die da drum fahren.
00:29:52: Das sind jetzt hauptsächlich chinesische Fahrzeuge drinnen und zwar jetzt nicht die Low-Cost, sondern die Mid-High-Range Autos.
00:29:58: Also ganz, ganz eine andere Geschichte und einfach nur innerhalb dieser wenigen Jahre so ein Wechsel in der Bild.
00:30:04: gigantisch.
00:30:05: Und das dürfen wir einfach nicht ignorieren.
00:30:07: Das dürfen wir nicht ignorieren.
00:30:08: Ich glaube nicht, dass wir irgendwelche Defizite haben im Know-how und im Wissen um das, aber wir scheuen uns oft in der Anwendung von neuen... Stehen uns
00:30:18: selber ein bisschen im Weg.
00:30:19: Und da stehen wir uns im Weg, diskutieren rum, anstatt dass wir auch vieles einfach nur mal probieren.
00:30:24: Und dann mit dem Probieren dann auch diese Fehler ausmerzen.
00:30:27: Also das... und da mache ich mir schon ein bisschen Sorgen.
00:30:33: Da könnt ihr jetzt mehrere Beispiele erzählen, wo ich dann einfach erschrocken bin, dass auch junge Generation wirklich einfach einmal da erstaunt ist, was man mit automatischer Kotgenerierung machen kann.
00:30:45: Und Angst haben das einzusetzen, anstatt dass man froh ist, dass man eben dieses blöde Kodieren dokumentieren und testen muss.
00:30:52: Das macht die Maschine schon.
00:30:54: Ich kann mich auf andere Themen fokussieren.
00:30:57: Also da wäre es schon nach einem Wunsch und da treibe ich auch natürlich meine Leute und werde auch von denen angetrieben und sie auch sagen, dass ich das mache.
00:31:06: Und das ist gut, das ist gut.
00:31:07: Das kann man auch im Praktischen, im eigenen, im privaten Leben verwenden,
00:31:11: ne?
00:31:11: Ja, absolut nicht.
00:31:12: Ich finde, das ist bei uns ja auch immer sehr erfrischend, was es alles gibt.
00:31:17: Also, eins würde mich noch interessieren.
00:31:19: Steckt hinter dem Namen Kindhaus eine besondere Bedeutung, da haben wir jetzt gar nicht viel Wortesprochen.
00:31:24: Das hat einer unserer Shareholder, der in der Ergründungsphase dabei war und einen Shareholder vertreten hat, diesen Firmennamen generiert.
00:31:35: Es ist ein Kunstwort.
00:31:36: Ah,
00:31:36: okay,
00:31:38: okay.
00:31:38: Aber Quint, das heißt, die römische Quint und Taurus ist der europäische Stier, nicht der griechische Stier.
00:31:44: Also es war schon ursprünglich, man kann jetzt Risk Five oder es waren ursprünglich Fünf Shareholder, die das gegründet haben.
00:31:52: St.
00:31:52: Michael de Donix kam aus dem letzten Jahr im Sommer dazu, als Sechster.
00:31:56: Also es waren ursprünglich Fünf Gründungsmitglieder.
00:31:59: Das kann man als Fünf nehmen.
00:32:00: oder eben Risk Five, als diese Fünf.
00:32:04: Und der Taurus, das war schon auch ein bisschen europäisch orientiert, der Wolf-Walkam auch drinnen ist, dass man hier wieder die Technologie, das Logikdesign stärkt, die Halbleiterindustrie stärkt in Europa.
00:32:17: Das ist so der Hintergrund, aber es ist ein Kunstort.
00:32:19: Also
00:32:19: das ist ein super Schlusswort, Alex, und zwar, dass man die Halbleiterindustrie in Europa wieder stärkt.
00:32:25: Find ich super und bin auch der vollen Überzeugung, dass das mit eines der wichtigsten Themen hier bei uns ist.
00:32:31: Und es ist sehr schade, dass wir das über Jahre... nicht so forciert haben wie in Japan oder in Amerika.
00:32:36: Und mir hat es total viel Spaß gemacht.
00:32:38: Das war so ein technisch tiefes Interview.
00:32:42: Aber auf der anderen Seite so wahnsinnig kurzweilig, Alex.
00:32:45: Also vielen, vielen Dank für deine Zeit.
00:32:47: Und ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg.
00:32:50: Und ich glaube, in ein paar Jahren seid ihr dann in allen vertreten.
00:32:54: Das hoffen wir.
00:32:55: Zumindest arbeiten wir dort drauf hin.
00:32:59: Da bin ich mir absolut überzeugt.
00:33:02: Danke.
00:33:03: Danke,
00:33:03: Alex.
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